05. Mai 2009

Tödliche Hochzeit in der Türkei

Eine Hochzeit in der Türkei endete gestern in einem Blutbad. 44 Tote und mehrere Verletzte waren das Resultat einer Familienfehde im kurdischen Dorf Bilge.

Es sollte eigentlich ein freudiger Tag werden in Bilge. In dem kurdischen Dorf im Südosten der Türkei nur unweit der Grenze zu Syrien stand eine Hochzeit an. Doch bevor die Trauung durch den Imam vollzogen werden konnte, kam es zu einem unvorstellbaren Massaker. Acht Männer sollen die Hochzeitsgesellschaft in ein Haus getrieben und brutal mit Maschinengewehren hingerichtet haben, nur wenige überlebten. Unter den Opfern waren das Brautpaar, der Imam sowie Kinder und schwangere Frauen.

Was zunächst wie ein terroristisches Attentat anmutete, war aber wohl „nur“ eine Familienfehde, denn die Opfer und die mutmaßlichen Täter, die von der türkischen Polizei am folgenden Tag gefasst werden konnten, stammen nach Medienberichten aus demselben Familienclan. Es soll einen Streit um den Ehemann der Braut gegeben haben. Die Mörder wollten wohl, dass die Braut mit einem anderen Familienmitglied verheiratet werden sollte.

Es bleibt eine für uns in Deutschland unvorstellbare Tat, die einem wieder einmal mit schrecklichen Bildern vor Augen führt, dass in den rückständigen Gebieten in Südanatolien immer noch Selbstjustiz und archaisch anmutende Ehrgesetze verbreitet sind.



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